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Erkenntnis

 

 


Nach Stephen W. Hawking waren die meisten Wissenschaftler zu sehr mit der Entwicklung neuer Theorien beschäftigt, in denen sie zu beschreiben versuchten, was das Universum ist, um die Frage nach dem Warum zu stellen. Andererseits waren die Leute, deren Aufgabe es ist, nach dem Warum zu fragen - die Philosophen - , nicht in der Lage, mit der Entwicklung der naturwissenschaftlichen Theorien Schritt zu halten. Im 18. Jahrhundert betrachteten die Philosophen den gesamten Bereich menschlicher Erkenntnis, einschließlich der Naturwissenschaften, als ihr angestammtes Gebiet und erörterten die Frage wie etwa nach dem Anfang des Universums. Im 19. und 20. Jahrhundert jedoch wurde die Naturwissenschaft zu fachlich und zu mathematisch für Laien, zu denen nun auch die Philosophen gehörten. Sie engten den Horizont ihrer Fragen immer weiter ein, bis schließlich Wittgenstein, einer der bekanntesten Philosophen unseres Jahrhunderts, erklärte: "Alle Philosophie ist ?Sprachkritik? ... [ihr] Zweck ist die logische Klärung von Gedanken". Was für ein Niedergang für die große philosophische Tradition von Aristoteles bis Kant!

Wenn wir jedoch eine vollständige Theorie entdecken, dürfte sie nach einer gewissen Zeit in ihren Grundzügen für jedermann verständlich sein, nicht nur für eine Handvoll von Spezialisten. Dann werden wir alle - Philosophen, Naturwissenschaftler und Laien - uns mit der Frage auseinandersetzen können, warum es uns und das Universum gibt. Wenn wir die Antwort auf diese Frage fänden, wäre das der endgültige Triumph der menschlichen Vernunft - denn dann würden wir Gottes Plan kennen.

Ich selbst bin übrigens - da mir ?bessere? Gründe nicht notwendig erscheinen -
 


---->"Das Ende"
---->"Erkenntnistheorie"
----> Fritz Mauthner (Sprachkritik und Erkenntnistheorie ...)

 


Rhetorik
 
Letztes Update: 18. September 2017