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Wirkliche Smalltalk Könner gibt es selten. Sie können zu einem werden...
 

Die 20 grossen Regeln für Smalltalk

Wissen Sie nicht, was in einer sozialen Situation mit dem anderen reden sollen?

 

Jeder, der auf einer Hochzeit oder einer Cocktailparty gezwungen war, die jüngsten Niederschläge und Wetteraussichten zu diskutieren, weiß, dass Smalltalk nicht so einfach ist, wie es scheint. Im Gegenteil, es kann komisch, gestelzt, sogar mühsam sein, sich mit Fremden unterhalten zu müssen. Aber es ist eine Kunst, und sie kann gemeistert werden. Eine goldene Regel ist, dass Sie nicht brillant sein müssen - einfach nur nett.

Wenn Sie mit einfachen, sogar offensichtlich Kommentaren beginnen, so macht es das für alle Beteiligten einfacher. Hier finden Sie 20 Regeln, die verhindern, dass Sie in anstrengenden Smalltalk Situationen kleben bleiben, sondern mit Stil und Anmut mit anderen chatten.

 

 

 

 

Smalltalk lernen im Business und Privat

 

Inhaltsübersicht

 

  1. Setzen Sie Smalltalk als Wegbereiter für Big Talk ein
  2. Definieren Sie im Vorfeld, nach welchen Sternen Sie greifen wollen
  3. Bereiten Sie sich auf Ihre Gesprächspartner vor
  4. Stimmen Sie Ihr Äußeres auf Ihr Inneres ab
  5. Wagen Sie den ersten Schritt
  6. Formulieren Sie positiv
  7. Lenken Sie das Gespräch in Bereiche, die Sie beherrschen
  8. Lassen Sie Gesprächspausen zu und geniessen Sie sie
  9. Setzen Sie Körpersprache ein
  10. Befreien Sie sich vom Zwang, stets geistreich antworten zu müssen
  11. Reden Sie wenig und hören Sie viel zu
  12. Nehmen Sie sich genug Zeit
  13. Stellen Sie sich auf das Sprechtempo und den -Rhythmus des Gegenübers ein
  14. Erzählen Sie Geschichten
  15. Lächeln Sie ab und zu
  16. Haken Sie nach
  17. Verteilen Sie großzügig Lob
  18. Beginnen Sie mit indirekten Fragen und gehen Sie dann zu direkten über
  19. Fragen Sie Ihren Gesprächspartner um Rat
  20. Berücksichtigen Sie, dass Männer und Frauen verschieden sind

 

 

Setzen Sie Smalltalk als Wegbereiter für Big Talk ein

Normalerweise gehen Menschen nach der Begrüßung nicht gleich dazu über, die großen Probleme des Geschäftslebens zu besprechen. Jedes Gespräch braucht Aufwärmphasen. Das ist um so wichtiger, je weniger man sich kennt. Diese Klimaarbeit leistet Smalltalk. Sie schafft eine entspannte Atmosphäre und bereitet die weiteren, härteren Themen vor. Smalltalk ist keineswegs überflüssiges Geschwätz und Ablenkung von der eigentlichen Arbeit. Im Gegenteil. Small Talk ist bereits Arbeit. Denn Smalltalk ist der kürzeste Weg zu Big Talk und damit zu Big Business.

 

 

Definieren Sie im Vorfeld, nach welchen Sternen Sie greifen wollen

Natürlich wollen Sie über die reinen Beziehungsziele hinaus auch die geschäftlichen Vorhaben weiterbringen. Machen Sie sich daher im Vorfeld von Zusammenkünften Gedanken darüber, was Sie im Maximalfall erreichen können. Was sie im Optimum umsetzen wollen. Und was im Minimum herausschauen soll. Notieren Sie sich nach den einzelnen Gesprächen allfällige Vereinbarungen. Aber drängen Sie Ihr Gegenüber nicht. Ein Grashalm wächst nicht schneller, wenn Sie daran ziehen. Wohl aber, wenn Sie ihn düngen und regelmäßig gießen. Genau so verhält es sich mit geschäftlichen Kontakten.

 

 

Smalltalk-Fähigkeit kann mit Stegreif Rede Übungen verbessert werden

Vielen Menschen fällt es schwer, zu einem Thema spontan etwas sagen zu können. Das lässt sich aber trainieren. Man nennt das Stegreifreden. Hier ein Extra Artikel zur Technik der Stegreifrede

 

 

Bereiten Sie sich auf Ihre Gesprächspartner vor

Beschaffen Sie sich die Kontakt- und Bestell-Historie aller erwarteten Gesprächspartner. Versuchen Sie herauszufinden, welche Interessen Ihre Gegenüber haben. Mit welchen Fragestellungen, Schwierigkeiten und Chancen sie tagtäglich konfrontiert werden. Vielleicht finden Sie über das rein Geschäftliche hinaus Verbindendes – das Sie dann als Aufhänger und Gesprächsthema einsetzen können. Beispielsweise Hobbies, Familiäres, Musikalisches und andere kulturelle Vorlieben.

 

 

Stimmen Sie Ihr Äußeres auf Ihr Inneres ab

Ihr Äußeres sagt viel darüber aus, wie Sie sich selbst wahrnehmen. Und es zeigt, ob Sie Ihre Gesprächspartner respektieren. Neben den üblichen Dresscodes gilt es aber hauptsächlich eines zu berücksichtigen: seien Sie sich selbst, auch was die Kleidung betrifft. Nutzen Sie den Spiel-raum, der Ihnen zur Verfügung steht, um Ihre äußere Erscheinung auf Ihre Persönlichkeit abzustimmen. Verschwenden Sie keine Energie damit, jemand sein zu wollen, der Sie nicht sind.

 

 

Wagen Sie den ersten Schritt

Es kämen viel mehr Smalltalks zustande, würden mehr Menschen den ersten Schritt machen. Sie tun es nicht, weil sie die Zurückweisung fürchten. Aber auch der beste Fussballer trifft nur in einem von fünf Schüssen. Überwinden Sie Ihre Zurückhaltung und gehen Sie offen auf potentielle Gesprächspartner zu. Stellen Sie sich und Ihre Funktion vor, und geben Sie Ihrem Gegenüber die Hand. Schon kann’s losgehen. Wenn Sie merken, Sie sind nicht willkommen, verabschieden Sie sich freundlich und wenden Sie sich der nächsten Person zu. Die meisten Menschen scheuen das Risiko der Zurückweisung, genau darum sollten Sie es eingehen.

 

 

Formulieren Sie positiv

Als Geschäftsmann oder –Frau verkaufen und ermöglichen Sie Erfolg. Darum sollten Sie positiv formulieren und negative Ereignisse ins Positive wenden. Es geht nicht darum, Schwierigkeiten zu verschweigen. Sondern darum, eine Atmosphäre des Gelingens zu schaffen. Und darum, Probleme als Chancen in Arbeitskleidung zu betrachten. Vermeiden Sie es in jedem Fall, sich aufzuregen und laut zu werden. Finden Sie heraus, welche Menschen sie aufregen und schalten Sie die Aufregung ab.

 

 

Lenken Sie das Gespräch in Bereiche, die Sie beherrschen

Niemand kann alles wissen, und wo Sie sich nicht auskennen, sollten Sie besser schweigen. Lenken Sie das Gespräch sanft in eine andere Richtung. Oder sagen Sie Ihrem Gegenüber, wenn Sie in einem bestimmten Bereich noch dazuzulernen haben. Geben Sie nie mehr PS vor, als Sie auf die Straße bringen. Das kommt immer ans Tageslicht, und verloren gegangenes Vertrauen wächst nicht nach wie ein Fingernagel.

 

 

Lassen Sie Gesprächspausen zu und genießen Sie sie

Gespräche bestehen aus dem, was gesagt wird und den Pausen dazwischen. Die Pausen gehören also mit zum Gespräch. Ein Smalltalk ist nicht nur dann gut, wenn immerzu geredet wird. Pausen dienen dazu, das Gesagte und Gehörte zu verarbeiten und sich auf die nächsten Sätze vorzubereiten. Zudem sind Pausen angenehme Inseln im Meer des Sprechens. Lassen Sie sie zu und genießen Sie sie. Ihr Gegenüber wird dann auch den Smalltalk mit Ihnen mehr genießen.

 

 

Setzen Sie Körpersprache ein

Nicht nur Ihre Worte sprechen. Auch Ihr Körper tut es. Wie Sie sich bewegen oder nicht, was Sie mit Ihren Händen machen und wohin Sie blicken: das trägt alles ebenso stark zum Gelingen Ihres Smalltalks bei wie Ihre Sprache. Denken Sie stets daran und stimmen Sie Ihre Körpersprache auf die Erfordernisse des Gesprächsverlaufs ab. Halten Sie beispielsweise unaufdringlichen Blickkontakt; Ihr Gegenüber nicht anzugucken, wäre unhöflich, dauerndes Anstarren kontraproduktiv. Starres Stehen an einem Ort macht das Gespräch starr. Bewegen Sie sich leicht nach vorne, nach rechts nach links - das macht das Ganze lockerer. 

 

 

Befreien Sie sich vom Zwang, stets geistreich antworten zu müssen

In Filmen und in Fernseh-Talkshows brillieren die Personen mit witzigen Sprüchen und pointieren Aussagen. Man hat den Eindruck, dass Smalltalk und Schlagfertigkeit eng zusammenhängen. Nehmen Sie sich die TV Talkgäste nicht zum Vorbild. An diesen Sätzen haben Autoren stundenlang herumgefeilt. Sagen Sie einfach, was Ihnen in den Sinn kommt. Mit erzwungen kreativen Antworten erreichen Sie oft das Gegenteil. Niemand mag Leute, die ihre geistige Überlegenheit zur Schau stellen. Wenn sie sich vom inneren Zwang befreien, immer eine geistreiche Antwort bereit haben zu müssen, können sie zu einem viel angenehmeren Gesprächspartner werden. Und manchmal ist sogar Schweigen die beste Antwort. Hier finden Sie einen Extra Artikel zur Schlagfertigkeit

 

 

Reden Sie wenig und hören Sie viel zu

Entscheidend ist nicht, was Ihr Gegenüber sagt, sondern was Sie verstehen. Richtig Zuhören ist wichtiger und schwieriger als richtig Reden. Zuhören ist der grösste Engpass in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Versuchen Sie, Ihren Rededrang im Zaum zu halten. Reduzieren Sie Ihren Redeanteil auf unter 50%. Hören Sie besser aktiv zu, das heißt, wiederholen Sie gelegentlich, was Ihr Gesprächspartner gesagt hat – und stellen Sie so sicher, alles verstanden zu haben. Nicken Sie ab und zu, und ermuntern Sie Ihr Vis-à-vis, mehr zu erzählen. Beispielsweise von seinem Lieblingsthema, über das gern jeder gern und ausführlich spricht.

 

 

Nehmen Sie sich genug Zeit

Der amerikanische Psychologe Leonard Zunin hat ermittelt, dass ein Smalltalk mindestens vier Minuten dauern muss – sonst brüskieren wir unser Gegenüber durch Kurzangebundenheit. Beim Smalltalken ist weniger mehr: weniger Gesprächspartner und mehr Zeit, die Sie Ihnen widmen. Schränken Sie zudem Ablenkungen und Störungen ein. Beispielsweise, indem Sie eine ruhige Ecke zum Reden wählen. Zeit ist das einzige auf dieser Welt, das nicht käuflich ist; je mehr Zeit Sie mit jemandem verbringen, desto mehr Wertschätzung zeigen Sie. Aus Wertschätzung resultiert Vertrauen, und aus Vertrauen resultieren Aufträge.

 

 

Stellen Sie sich auf das Sprechtempo und den -Rhythmus der Anderen ein

Psychologen nennen diesen Vorgang «Spiegeln». Beobachten Sie, wie Ihr Gegenüber spricht: wie schnell, wie laut, mit welchen Worten. Und versuchen Sie, es ihm gleichzutun. Natürlich ohne sich gänzlich zu verstellen. Tatsache ist aber, dass Menschen am liebsten mit ihresgleichen reden. Das können Sie sich zunutze machen. Benutzen Sie die Sprache Ihres Gesprächspartners, und Ihr Smalltalk wird besser in Gang kommen und angenehmer ablaufen.

 

 

Erzählen Sie Geschichten

Manager reden jeden Tag mehrere Stunden, mit den verschiedensten Personen. Aus dieser Masse von Menschen stechen Sie nur heraus und bleiben nur dann in Erinnerung, wenn Sie Ankerpunkt im Gedächtnis schaffen. Das erreichen Sie am besten, indem Sie Geschichten erzählen. Begebenheiten, die man sich merken kann. Beispielsweise Dinge, die sich im Geschäftsleben ereignet haben. Bereiten Sie sich auf Smalltalks vor, indem Sie sich eine Handvoll solcher Geschichten merken.

 

 

Lächeln Sie ab und zu

Das Leben ist zum Genießen da, auch das Geschäftsleben. Wer es nicht genießt, wird ungenießbar. Und für Smalltalk ungeeignet. Entspannen Sie sich und lächeln Sie hin und wieder (natürlich, ohne ein Dauer-grinsen aufzusetzen). Damit signalisieren Sie Ihrem Gesprächspartner, Sie fühlen sich im Zusammensein mit ihm wohl. Geben Sie Anderen die Gefühle, die sie erhalten wollen. Das ist nicht einfach, vor allem dann nicht, wenn die Zeiten schwierig sind. Aber eben – Smalltalken ist kein Freizeitplausch, Smalltalken ist Arbeit. Beziehungsarbeit.

 

 

Haken Sie nach

Finden Sie heraus was andere meinen, und gehen Sie nicht von dem aus, was Sie selbst meinen. Verwechseln Sie nicht Worte mit dem, was gesagt werden soll. Worte können verschiedene Bedeutungen haben. Zudem sagen Menschen nicht immer alles, was sie eigentlich sagen möchten. Manchmal warten sie gerade zu darauf, dass man nachhakt. Und fragt, was sie denn tatsächlich meinen. Geben Sie Ihrem Gegen-über die Gewissheit, dass Sie sich wirklich interessieren. Erkundigen Sie sich nach mehr, und Sie werden als guter Gesprächspartner in Erinnerung bleiben.

 

 

Verteilen Sie großzügig Lob

Neid ist die am weitesten verbreitete Form, Anerkennung zu zeigen. Machen Sie es besser. Zeigen Sie Freude, wenn jemand etwas Interessantes erzählt. Freuen Sie sich mit. Loben Sie Ihr Gegenüber, und bedenken Sie, dass ein Teil des Lobs an Ihnen haften bleibt. Man wird Sie als souverän wahrnehmen, das stärkt die Geschäftsbeziehung. Achtung – übertreiben Sie es nicht. Das wirkt unglaubwürdig. Und verteilen Sie nie vergleichende Komplimente. Stil „Ihre Rede heute hat mir besser gefallen, als die von Herrn Ziegler“

 

 

Beginnen Sie mit indirekten Fragen und gehen Sie dann zu direkten über

Um Fragen kommen Sie nicht herum, wenn Sie einen Smalltalk in Gang setzen oder voran bringen wollen. Fragen können aber unangenehm wirken, aufdringlich und bohrend. Starten Sie daher nicht mit engen Detailfragen. Beginnen Sie mit weit gefassten Erkundigungen, auf die man nicht mit Ja oder Nein antwortet. Ist der Smalltalk vorangeschritten, können Sie die interessanten Punkte enger einkreisen.

 

 

Fragen Sie Ihren Gesprächspartner um Rat.

Beim Smalltalken geht es darum, eine erkundende Haltung einzunehmen. Darum, echtes Interesse an den Ansichten des Gegenübers zu zei-gen. Das erreichen Sie beispielsweise, indem Sie Ihren Gesprächspartner in einer Angelegenheit um Rat bitten. Damit zeigen Sie, dass Ihnen seine Meinung wichtig ist. Sie können natürlich auch nur so tun, als ob. Manchmal müssen Sie das wohl auch. Grundsätzlich währt aber auch beim Smalltalken Ehrlichkeit am längsten.

 

 

Berücksichtigen Sie, dass Männer und Frauen verschieden sind.

Männer diskutieren oft anders als Frauen. Also smalltalken sie auch anders. Viele Männer fühlen sich dann am nützlichsten, wenn sie Probleme lösen können. Vielen Frauen dagegen ist in einer Diskussion dann wohl, wenn sie sich in ihr Gegenüber einfühlen können. Männer sind meist zielbewusst, Frauen beziehungsbewusst. Beide Geschlechter nutzen Smalltalk, um eine Beziehung herzustellen, aber sie reden gelegentlich aneinander vorbei. Seien Sie sich dessen bewusst, und Sie umschiffen auch diese Klippe.

 

mit frdl. Genehmigung des Autors: ©Aurel Gergey 

 

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