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Redestrategien

Redestrategien & Schlagfertigkeit
Möglichkeiten von schlagfertigem Reagieren bei der Rede und im Dialog

Mit Schlagfertigkeit seine eigene Position behaupten

 

Strategie: So können Sie ihren eigenen Standpunkt in der Rede aufwerten

 
 
  1. Günstige Seite hervorheben, ungünstige abschwächen oder verschweigen
    Mittel der Abschwächung:
    • Verständnis für Fehlverhalten bekunden
    • auf Gemeinschaft hinweisen: "Wir sind alle wie eine Familie"
    • sich zum Sachwalter anderer machen; vermitteln; fremde Interessen achten
    • auf "unabwendbare Schicksal" hinweisen
    • Gemeinplätze: "Irren ist menschlich"
    • Tabuisierung bestimmter Themen und Probleme, so daß deren Erörterung unmöglich wird. "Wir wollen uns doch nicht über die Allgemein-Strategie der Firma streiten, die ist in Stein gemeisselt..."
  2. positive Attribute für "Wir-Gruppe". "Wir haben doch ein gemeinsames Ziel...."
  3. Koppelung mit positiven Werten: Freiheit, Gerechtigkeit, Demokratie, Familie, Kinder, Wirtschaftliches Wohlergehen
  4. auf Grund von zwei oder drei Beispielen positive Verallgemeinerung. "
  5. eigennützige Ziele als uneigennützige ausgeben. Donald Trump: "Die Steuererleichterungen für Reiche, dienen der amerikanischen Wirtschaft..."
  6. Übersteigerung eigener Verdienste: "Ich bin einziger Garant für den Frieden..."
  7. Eigene Fehler anderen zuschieben: einer anderen Gruppe oder den Umständen (anderen Sündenbock suchen)
  8. eigene Argumente außer Streit stellen: möglichen Einwänden zuvorkommen
  9. Zuhörer mit der "Wir-Gruppe" identifizieren
  10. Die Glaubwürdigkeit der eigenen Zeugen herausstellen

 

Viele dieser Strategien finden Sie auch unter den 38 Kunstgriffen in der Eristischen Dialektik von Arthur Schopenhauer 

 

 

Strategie: So können Sie die Gegenseite abwerten

 

  1. Ungünstige Seite hervorheben, günstige abschwächen oder verschweigen
    Mittel der Abschwächung:
    • Verständnis für Fehlverhalten bekunden
    • auf Gemeinschaft hinweisen: "Wir sind alle eine Familie"
    • sich zum Sachwalter anderer machen; vermitteln; fremde Interessen achten
    • auf "unabwendbare Schicksal" hinweisen
    • Gemeinplätze und Sprichwörter: "Irren ist menschlich", "Kleider machen Leute", "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm"; "Das Auge isst mit..."
    • Tabusisierung bestimmter Themen und Probleme, so dass deren Erörterung unmöglich wird
  2. Häufung negativer Attribute. 
  3. Koppelung mit negativen Werten: Unterdrückung, Unrecht, Tyrann.... Aki Watzke bei der Entlassung von Thomas Tuchel: "Wichtig ist die Akzeptanz bei den Spielern, dass Gespräche nicht an die Öffentlichkeit kommen..."
  4. auf Grund von zwei oder drei Beispielen negative Verallgemeinerung
  5. uneigennützige Ziele als eigennützige ausgeben. "Sie wollen durch diese Massnahme ja nur selbst im Glanz stehen..."
  6. Fehler des Gegners ins Maßloße vergrößern: "Das wäre der Untergang des Abendlandes"
  7. Fehler dritter Gruppen dem Gegner zuschieben. Erfolge dem Gegner absprechen (als Sündenbock abstempeln)
  8. gegnerische Argumente verzerren oder ins Absurde übersteigern
  9. "Parzellierung" des Gegners: einen Teil ins eigene Lager ziehen, den anderen mit dem Feind koppeln
  10. Die Zeugen der Gegenseite als unglaubwürdig darstellen. "Herr Zwickert war ja schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt, wie wir uns alle erinnern..."

 

Viele dieser Strategien finden Sie auch unter den für die heutige Zeit kommentierten 38 Kunstgriffen in der Eristischen Dialektik von Arthur Schopenhauer 

 

 

 
 
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Letztes Update: 14. Juni 2017