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Rede: Ich bin das Publikum

"Ich bin das Publikum"

Ich bin das Publikum.

Dieser Satz, mag er provokativ oder lächerlich sein,
ist das Thema, worüber ich heute mit Euch reden will.

Ich stehe hier. Ihr sitzt.
Ich rede. Ihr hört zu.

Diese Unterschiede sind formal.
Aber, was heißt das, formal?

Heißt das etwa, es ist ein sichtbarer oder augenscheinlicher Unterschied zwischen mir und Euch? Was sagt denn eigentlich diese Form über uns aus?
Es beschreibt doch nur, daß ein Einzelner vor einer Gruppe etwas sagt. Schluß aus Punkt. Reicht das ?

Nein, es sagt nichts über das wie und warum
Kurz, nichts über den Inhalt.

Einige berühmte Menschen der Kunstgeschichte haben gesagt:
"form follows function".

Andere Leute wiederum sagen:
"Der Inhalt bestimmt die Form".

Nun, wir sind ja hier an einer sehr formlastigen Institution,
nämlich an einem gestalterischen Studiengang einer Kunsthochschule.

Also, unsere Aufgabe ist es, dem Inhalt die passende Form zu geben.

Aber allzuoft ist es ja so, daß andere uns den Inhalt diktieren,
und wir sollen dann dazu eine schöne Form verpassen.
Können wir uns damit begnügen? Oder ich sage es anders:
Wollen wir uns nur damit begnügen ?

Einige Zyniker bejahen augenzwinkernd diese Frage.
Genauso wie diese auch behaupten:
"Die Armen wollen ja arm sein, sonst wären sie ja nicht arm."

Ich komme zurück zum Ausgangspunkt meiner Rede.
Ich bin das Publikum.
Ihr seid Ich.
Wir sind ...

Was sind wir eigentlich?
Wir verpackenverkaufenverführen.
Wir helfen.
Wie Prometheus, der den Menschen das Feuer brachte.
Wir helfen den Menschen.
Wir helfen uns.

Ich bin das Publikum

 

 

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Letztes Update: 2. Januar 2017