microphonelogo
net

Geschlechtergerechte Sprache - Kritik

Geschlechtergerechte Sprache treibt skurrile Blüten

Es gibt Frauenrechtlerinnen, die erfinden sprachliche Neuschöpfungen wie Männinen oder Seefrauen (statt Semänner). Die Bezeichnung Mitgliederinnen wurde laut Beschluß der leitenden Frauen im Vorstand der Berliner ÖTV festgelegt.

An der Stelle wo Männer ein Glied (Tel des Wortes Mit-Glied) besitzen ist bei den Frauen jedoch keine "Gliederin" sondern erfahrungsgemäß etwas "Entgegengesetztes". Die Bezeichnung "Gliederin" ist sexistisch. Sexismus richtet sich nämlich immer nur gegen Frauen (Wilhelm Reich). Reich analysierte: gesellschaftliche Unterdrückung ist immer erst sexuelle Unterdrückung, und Sexismus ist im Prinzip immer nur gegen Frauen gerichtet. Der Begriff Mitgliederinnen ist demnach frauenfeindlich. Männer dagegen freuen sich, wenn sie sexistisch angegangen werden, weil das ihre Potenz unterstreicht. Sie heben stolz die Arme und brüsten sich und sagen "Jawoll"! Diese Frauinnen kennen nicht  die Historie und die wissenschaftlichen Grundlagen, die Wirkung ihrers Strebens ist deshalb im Endeffekt frauenfeindlich.

 

Geschlechtergerechte Sprache hat ihren Niederschlag auch in der Rechtschreibreform wiedergefunden.

Seit der neuen Rechtschreibung gibt es keine "Leute" mehr, es gibt nur noch Männer und Frauen, wobei Frauen meist weniger Rechte haben als Männer, es gibt auch noch "Männinen" (das sind laut Wortbedeutung transsexuelle Männer).

Hier meine Kritik: Die Rechtschreibreform ist frauenfeindlich 

Statt "Seeleuten" gibt es nur noch "Seemänner" und "Seefrauen" (oder "Seemänninen"?).
"Seemänner" sind männliche Seeleute.
"Seefrauen" haben einen Fischschwanz.

Statt "Hauptleuten" gibt es nur noch "Hauptmänner" und "Hauptfrauen" (oder "Hauptmänninen"?).
"Hauptmänner" sind nur männliche Hauptleute (mit der Unterstellung, daß traditionell Frauen nicht zugelassen sind).
"Hauptfrauen" sind die ersten Frauen im Harem, nämlich die jeweils erste Frau ("Hauptfrau").

Statt "Kaufleuten" gibt es nur noch "Kaufmänner" und "Kauffrauen" (oder "Kaufmänninen"?).
"Kaufmänner" sind nur männliche Kaufleute (mit der Unterstellung, daß traditionell Frauen nicht geeignet sind).
"Kauffrauen" sind Frauen, die "Mann" kaufen kann.

Statt "Bankleuten" gibt es nur noch "Bankmänner" und "Bankfrauen" (oder "Bankmänninen"?).
"Bankmänner" sind nur männliche Bankleute (mit der Unterstellung, daß Frauen nicht geeignet sind).
"Bankfrauen" sind Frauen auf einer Parkbank, die "Mann" kaufen kann.

Statt "Feuerwehrleuten" bit es nur noch "Feuerwehrmänner" und "Feuerwehrfrauen" (oder "Feuerwehrmänninen"?).
"Feuerwehrmänner" sind männliche Feuerwehrleute.
"Feuerwehrfrauen" sind Ehefrauen von "Feuerwehrmännern".

Statt "Fachleuten" bit es nur noch "Fachmänner" und "Fachfrauen" (oder "Fachmänninen"?).
"Fachmänner" sind männliche Fachleute.
"Fachfrauen" bewohnen ein Fach im Aktenschrank oder im Kleiderschrank.

Statt "Eheleuten" bit es nur noch "Ehemänner" und "Ehefrauen" .
"Ehemänner" sind männliche Eheleute.
"Ehefrauen" sind die Frauen von Ehemännern.
Und wo bleiben da die schwul-lesbischen Eheleute?

 


Weitere Kritik an geschlechtergerechter Sprache von Politikern, Moderatoren und Richtern:

 

Gewerkschaft ÖTV Berlin (Beschluß des Landesvorstandes): "...Mitglieder und Mitgliederinnen":
Wer in dem Begriff  "das Mitglied" (Neutrum) etwas maskulin bestimmtes sieht, ist dem Begriff  "Glied" erlegen und handelt somit im Kern sexistisch (hier: gegen Männer) - Frauen besitzen kein Glied und keine  "Gliederin". Die meisten Männer fühlen sich bei sexistischer Anmache übrigens ziemlich wohl, stehen gar darauf, ist doch ihre Potenz angesprochen. Sie grinsen dabei verständnisinnig und brüsten sich. Wilhelm Reich analysierte, daß gesellschaftliche Unterdrückung immer erst sexuelle Unterdrückung ist und: Sexismus ist immer nur gegen Frauen gerichtet. Mit der Formulierung  "Mitgliederin" schlägt also gegen die Weiblichkeit selbst zurück: das Bemühen, im gesellschaftlichen Bewußtsein eine Änderung zugunsten der Weiblichkeit herbeizuführen, wird durch derlei Auswüchse geradezu ad absurdum geführt.

Übrigens: ist Angela Merkel ein "Staatsmann" oder eine "Staatsfrau"? Im historischen Verständnis dieses Begriffes sind "Staatsfrauen" im Staatsbesitz, so wie bei uns Frauen früher im Besitz des Mannes waren (laut Koran heute leider immer noch im Besitz des Mannes, Vaters, Bruders - selbst bei deutschen Moslimen).

"Staatsmänner" und "Staatsfrauen" sind im Plural "Staatsleute".
Edelmänner und Edelfrauen sind "Edelleute".

"man" und "jederman" kommt aus dem mittelhochdeutschen (alemannischen) "Manen" - das sind Menschen beiderlei Geschlechts (engl. "men")
Laut Sprechwissenschaft wird das jedoch ausgesprochen als "maan" bzw. "jedermaan" (mit langem "a").

Die Einführung des "frau sagt..." anstelle von "man sagt..." beruht auf der Unkenntnis der Sprechwissenschaft.
Es wird (besonders von Abgeordneten, besonders der ehem. "PDS") auch leider nur rituell vollzogen.

Ebenso wird die geschlechtergerechte Sprache (besonders bei der SPD) meist nur rituell vollzogen:
"Liebe Genossenn und Genossen"
"...den Bürgernn und Bürgern"
​Liebe Genossen und Genossen: lernt mal besser deutsch...

 

 

Falsche Benutzung der deutschen Sprache


Jan Hofer spricht von "Denkmälern" (ebenso wie die meisten Politiker, selbst Fachminister und DenkmälerschützerInnen und DenkmälerschützerinienInnen) , nicht aber von "Merkmälern", "Brandmälern", Muttermälern", "einigemäler" und "manchmäler". Ich sage: Wer "Denkmäler" sagt weiß nicht was Denkmale sind.

Ein Sprecher der Ermittlungsbehörden betr. der sogen. "Sauerlandgruppe":
"Das Ziel war, möglichst viele Tote hervorzurufen".
Wie das? - etwa nach dem Motto: "Bitte alle Toten hervorzutreten" ?

Justizminister Engelhardt (FDP): "In der Frage der Todesstrafe ziehen wir doch alle an einem Strang."
Ohne Kommentar

Tagesthemen (Reporter):
"...hat wieder geöffnet worden..."
Ohne Kommentar

"SMS" ist eine rein deutsche Erfindung als Abkürzung, kaum ein Mensch kann sagen wie das ausgeschrieben heißt.
Im angelsächsichen Sprachbereich bezeichnet man das ganz einfach mit dem deutschen Wort "Text".
Früher bedeutete "SM" = "Sado-Masochismus". Heute kann selbst die Kanzlerin SM essen...

 


 

Geschlechtergerechte Sprache - Kauffrauen und Feuerwehrmänner


Der Plural von “Kaufmann" heißt “Kaufleute".

Eine Kauf-Angebot ist ein Angebot, das man kaufen kann. Dementsprechend wäre eine Kauffrau eine Frau, die man kaufen kann. Dann wäre eine Bankkauffrau eine Frau, die dauernd Banken kauft. Und was wäre dann eine "Sprudelkauffrau"? Eine Frau die Sprudel verkauft oder die Sprudel kauft? So ist nun mal die deutsche Sprache angelegt.
Und:
Wer den Plural von “Kauffrau" mit “Kauffrauen" bildet, impliziert damit, daß Frauen keine Leute sind. - Der Plural von Kaufmann ist nicht "Kaufmänner" sondern "Kaufleute" auch wenn dies nach der neuen Rechtschreibreform im Duden anders stehen mag. Wenn Kauffrauen keine Kaufleute sind, dann sind Frauen vermutlich keine Leute. Wie fatal...
Der Duden hat ja nicht die Aufgabe, die Rechtschreibung festzulegen sondern lediglich, ihren Gebrauch zu dokumentieren somit auch den (meist häufiger gebrauchten) falschen Gebrauch. Deswegen ist die Einführung des haüfigeren falschen Gebrauchs in der Rechtschreibung eine "Falschschreibreform". Sie begibt sich auf das niederste Niveau der sprachunkundigen Volksschüler, daher die miserablen Ergebnisse in der PISA-Studie. Ich habe schon im Fernsehen von Reportern und Moderatoren (sogar im RBB / SFB) gehört: "gezusammenkommt", "Olympiastadium", natürlich nur noch "Feuerwehrmänner", "Kaufmänner", "Hauptmänner", "Staatsmänner", "Lübien" (statt Libyen), "Mahnmäler" - nun warte ich drauf, daß sie demnächst sagen "einigemäler".

Merke:
Fachmann —> Fachleute (nicht Fachfrauen oder Fachleutinnen), Fachfrau ist eine Frau, die alles in einem Fach versteckt
Feuerwehrmann —> Feuerwehrleute (nicht Feuerwehrfrauen), Feuerwehrfrauen sind Frauen, die mit der Feuerwehr verheiratet sind oder von ihnen leihweise zur Verfügung gestellt werden
Hauptmann —> Hauptleute (nicht Hauptfrauen oder Hauptleutinnen), Hauptfrau ist die erste Frau im Harem
Kaufmann —> Kaufleute (nicht Kauffrauen oder Kaufleutinnen), Kauffrau ist eine Frau, die man kaufen kann
Seemann —> Seeleute (nicht Seefrauen), Seefrauen haben einen Fischschwanz
Staatsmann —> Staatsleute - Staatsfrauen wären Frauen als Besitz eines Staates, die quasi vom Staat zum Verleih Majestät —> Majestäten - nicht Majestätin und Majestätinnen
...das ließe sich endlos fortführen.

Nicht so ernst gemeint: Man sagt ja statt Bankkauffrau ggf. auch nicht "Bankkauflesbe" oder: "Bankkaufschwuler" oder "Kauflesbe" oder "Kaufschwuler" oder (es gibt ja auch schwule Hauptleute) "Hauptschwuler": wo bliebe denn da die Gleichstellung...? - das ließe sich kabarettistisch noch lange so fortführen...

Ein weiblicher Seemann ist keine Seefrau. Ein weiblicher Hauptmann ist keine Hauptfrau. Warum muß dann ein weiblicher Kaufmann eine Kauffrau sein? Warum sollte ein weiblicher Staatsmann eine "Staatsmännin" sein?
Extrapoliert: Warum sollte dann eigentlich ein weiblicher Kapitän eine Kapitänin, ein weiblicher Arzt eine Ärztin, ein weiblicher Minister eine Ministerin, ein weiblicher Bundeskanzler eine Bundeskanzlerin, ein weiblicher Präsident eine Präsidentin sein? Hier mangelt es vielleicht an weiblichem Selbstbewußtsein, vielleicht wächst das aber in den nächsten hundert Jahren. Die junge Generation macht da gottseidank gar nicht mehr mit: eine meiner (weiblichen) Studenten hielt eine Rede zu dem Thema, daß auch eine Frau ihren Mann stehen kann. Sie gipfelte in der Aussage: "Ich will Arzt werden". - Bewundernswert! (Note 1+)

Übrigens: Erich Kästner sagte mal: "Der Mensch ist gut - nur die Leute sind schlecht..." - Käster war sexistisch, denn er hätte sagen müssen Leutinnen und Leutinieninnen !

 

 

Rede halten + Tipps zur guten Rede | Rechtschreibreform | 

 

Ende der Seite geschlechtergerechte Sprache / gendergerechte Sprache

 

Letztes Update: 7. Januar 2017