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Redenschreiber

M. Pöhm ist nicht nur ein Redenschreiber, er ist Rede-Coach. Der Unterschied zum reinen Redenschreiber, ist, dass ein Coach die Rede mit dem Kunden auch in der Performance eintrainiert.

So wie bei einem Musikstück, bei dem nur die Noten niedergeschrieben sind, ist die Gesamtwirkung des Konzerts zu Zwei Dritteln vom der Umsetzung der Noten abhängt, und nur zu Ein Drittel von den Noten selber. So ist es auch bei einer Rede. Nur den reinen Text zu kennen, macht lediglich ein Drittel der Wirkung auf der Bühne aus. Die Körpersprache, die Gesten, die Pausen, die Betonung, die Blickrichtung der Augen usw machen zwei Drittel der Wirkung aus. Deshalb weigert sich M. Pöhm Reden für Kunden nur zu "schreiben". Denn er will, dass die Kette komplett hält, und nicht nur ein Glied der Kette stabil ist. 

Viele Redenschreiber sind gute Journalisten, aber keine guten Redner. Wenn Ihre Rede ein Gesamterfolg werden soll, vertrauen Sie deshalb auf den erfahrenen Redner und Rhetorik-Coach Matthias Pöhm.

 

 

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  • Reden vor über 100 Menschen. 17 Reden in 2 Tagen. Reden auf einer Grossbühne. 3 Co-Trainer
  • Sie können als Teilnehmer auf die Bühne (5'900 Euro)
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Redenschreiber / Ghostwriter
 


 

Die Ehre gebührt dem Schattenmann

Redenschreiber agieren im Hintergrund, beherrschen die deutsche Sprache perfekt und haben oft ein erstaunlich enges Verhältnis zu ihren Chefs.

Wer gut reden kann, hat einen Vorteil. Das gilt für Politiker genauso wie für Vorstände, Unternehmer und Führungskräfte. Trotzdem ist die Qualität vieler Reden erstaunlich überschaubar.

Menschen, die Unternehmen mit Tausenden Mitarbeitern führen, Millionenbudgets verantworten und Verträge mit beeindruckenden Jahresgehältern besitzen, verwandeln sich am Rednerpult nicht selten in Stammler mit elaboriertem Wortschatz.

Auf Konferenzen, Betriebsversammlungen und Firmenveranstaltungen lässt sich das täglich beobachten.

 

Reden können gehört nicht zur Ausbildung

Thilo von Trotha, langjähriger Redenschreiber von Bundeskanzler Helmut Schmidt, kam schon vor Jahren zu einem ernüchternden Schluss: Deutsche Redner liefern häufig schwache Durchschnittsware.

Das Problem besteht bis heute: Reden und Ansprachen sind ein wichtiges Führungsinstrument. Trotzdem spielt der professionelle Umgang mit Sprache in der Ausbildung von Führungskräften kaum eine Rolle.

In anderen Ländern, vor allem im angelsächsischen Raum, gehören Debattierclubs, Präsentationen und öffentliche Diskussionen schon an Schulen und Hochschulen selbstverständlich dazu. Im deutschsprachigen Raum wird dagegen häufig erwartet, dass man sich die Fähigkeit zum Reden irgendwie selbst beibringt.

Und so wagen sich Tag für Tag Führungskräfte, Politiker, Verbandsvertreter und Unternehmer selbstbewusst aufs Podium – und langweilen ihre Zuhörer mit beeindruckender Zuverlässigkeit.

 

Das Publikum kann nicht fliehen

Kurt Tucholsky brachte das Problem bereits 1930 in seinen „Ratschlägen für einen schlechten Redner“ wunderbar auf den Punkt:

„Wenn einer spricht, müssen die anderen zuhören – das ist deine Gelegenheit. Missbrauche sie.“

Und genau das geschieht.

Das zusätzliche Problem: Kaum jemand sagt dem Chef hinterher, dass seine Rede eine Katastrophe war.

Mitarbeiter gratulieren. Kollegen nicken anerkennend. Irgendjemand sagt garantiert: „Sehr interessant.“

Und der Redner geht nach Hause und glaubt, er könne reden.

 

Der Mann hinter der Rede

Professionelle Redenschreiber könnten das verhindern. Trotzdem leisten sich erstaunlich wenige Führungskräfte einen Ghostwriter.

Dabei muss sich niemand dafür schämen. Ein Vorstand schreibt schließlich auch nicht sämtliche Verträge selbst, programmiert nicht die Unternehmenssoftware und repariert nicht persönlich den Firmenwagen.

Warum also sollte er ausgerechnet bei einer wichtigen Rede alles selbst machen?

Ein guter Redenschreiber liefert dabei nicht einfach schöne Sätze. Er muss verstehen, wie sein Auftraggeber denkt, spricht und wirkt.

 

Ghostwriting ist Vertrauenssache

Einen klassischen Ausbildungsweg zum Redenschreiber gibt es kaum. Viele kommen aus dem Journalismus, andere sind Juristen, Volkswirte, Germanisten, Sozialwissenschaftler oder Kommunikationsexperten.

Kirsten Kröning beispielsweise studierte Germanistik, arbeitete für Zeitungen und hospitierte in der Dramaturgie eines Theaters, bevor sie Reden für ein Ministerium schrieb.

„Ghostwriting ist ein diskretes Geschäft“, betont sie.

Das muss es auch sein. Redenschreiber erhalten vertrauliche Informationen, erleben interne Diskussionen und lernen die Persönlichkeit ihres Auftraggebers oft erstaunlich genau kennen.

Kröning formuliert es so:

„Je sympathischer der Chef, desto besser ist auch meine Leistung.“

Ein anderer Ghostwriter, der für den Vorstand einer großen deutschen Bank arbeitete, beschrieb die Beziehung sogar als „symbiotisches Verhältnis“, ähnlich dem eines alten Ehepaares.

 

Der Ghostwriter muss zum Redner werden

Genau darin liegt die eigentliche Kunst.

Ein Redenschreiber darf nicht schreiben, wie er selbst reden würde. Er muss schreiben, wie sein Auftraggeber reden würde – nur besser.

Welche Wörter benutzt der Redner?

Wie lang dürfen seine Sätze sein?

Welche Formulierungen passen zu ihm?

Welchen Humor kann er glaubwürdig vertreten?

Ein Manuskript kann sprachlich brillant sein und trotzdem scheitern, wenn der Redner darin nicht wiederzuerkennen ist.

Der starke Partner bleibt deshalb immer der Auftraggeber. Der Versuch, einen Redner über das Manuskript heimlich zu erziehen oder zu manipulieren, funktioniert selten.

Der Ghostwriter muss sich dem Redner anpassen – nicht umgekehrt.

 

Die Ehre bekommt ein anderer

Damit muss man allerdings umgehen können.

Der Redenschreiber sitzt vielleicht stunden- oder tagelang an einem Manuskript. Er findet den entscheidenden Einstieg, entwickelt die Dramaturgie und formuliert den Satz, den am nächsten Tag alle zitieren.

Dann steigt ein anderer auf die Bühne.

Der bekommt den Applaus.

Thilo von Trotha sagte dazu:

„Mir hat das nichts ausgemacht, aber ich kenne einige Redenschreiber, die mit ihrem Ghost-Status nicht klargekommen sind.“

Manche konnten schlicht nicht ertragen, dass unter dem Manuskript ein anderer Name stand.

Das gehört zum Beruf.

Die Ehre gebührt dem Schattenmann – nur sieht ihn keiner.

 

Gute Reden haben ihren Preis

Professionelle Redenschreiber arbeiten nicht für ein Taschengeld. Je nach Umfang, Anlass und Rechercheaufwand können für eine Rede schnell drei- bis fünfstellige Honorare entstehen.

Thilo von Trotha riet Redenschreibern schon damals, kein Werk unter 2.000 Euro anzubieten.

Vielen Auftraggebern ist selbst das zu teuer. Also basteln sie ihre Manuskripte lieber selbst zusammen, bedienen sich bei Vorlagen oder greifen auf fertige Redebausteine zurück.

Heute kommt noch eine weitere Möglichkeit hinzu: künstliche Intelligenz.

Innerhalb weniger Sekunden produziert ChatGPT eine komplette Rede.

Das Problem: Eine grammatikalisch korrekte Rede ist noch lange keine gute Rede. Und eine Rede, die für jeden geschrieben sein könnte, passt am Ende zu niemandem.

 

Die persönliche Rede für 40 Euro

Schon lange vor ChatGPT gab es deshalb Angebote für Reden von der Stange.

Der Augsburger Kognos-Verlag beispielsweise bot seinen Kunden eine „persönliche Rede auf Abruf“ an. Der Kunde lieferte einige Eckdaten und erhielt wenige Tage später sein Manuskript.

Übertragen auf heutige Preise kostete eine solche Rede etwa 40 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

Das Angebot richtete sich unter anderem an Bürgermeister kleiner Gemeinden sowie Filialleiter von Banken und Sparkassen.

Besonders häufig suchten Redner allerdings gar keine komplette Rede. Sie brauchten vor allem zwei Dinge:

einen guten Einstieg und einen guten Schluss.

Denn der Einstieg entscheidet darüber, ob die Zuhörer überhaupt erst anfangen zuzuhören.

Und der Schluss entscheidet darüber, was von der Rede hängen bleibt.

Eines sollte dort jedenfalls nicht stehen:

„Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“

Für eine Rede gibt es kaum einen zuverlässigeren Weg, sich mit einem sprachlichen Achselzucken von der Bühne zu verabschieden.

 

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