Die folgenden Übungen kann man nicht gut alleine machen. Der Effekt liegt in der Überraschung (man kann sich ja nicht selbst überraschen). Ein Übungsleiter kann in diesem Fall behilflich sein mit Zettel (Übung 1) und Kärtchen (Übung 2). Die Übung 3 ist eine improvisierte Kurzrede.
Auch während des Redens können einem überraschende Einfälle kommen. Nun gilt es, abzuwägen, ob der Einfall hilfreich ist, dabei muß die Rede konzentriert weiter gehalten werden. Dies gelingt mit mehrgleisigem Denken: eine Schiene denkt das Reden weiter, eine andere Schiene erwägt, dies ist mehrgleisiges Denken. Das machen wir alltäglich, wenn wir uns unterhalten, auch wenn wir ‘quatschen’, warum also nicht auch beim Halten von Reden: wir sprechen, hören dem Gesprächspartner zu, überlegen uns nebenbei eine Antwort, oder wir hören vielleicht Musik nebenbei und schauen auf die Uhr, kalkulieren, wieviel Zeit wir noch haben, alles dieses gleichzeitig. Wir haben also das mehrgleisige Denken, wir müssen es jedoch trainieren. Geistige Fähigkeiten sind genauso zu trainieren wie körperliche, sportliche; Schach ist ein solch trainierbarer Geistessport, auch Klavierspielen, wo zwei unterschiedliche Schlüssel (Violinschlüssel in "G" und Baßschlüssel in "F") zwei verschiedene "Gleise" sind, jede Hand spielt auf einem anderen Gleis. Rhetorik braucht mehrgleisiges Denken, das erlernbar ist, das trainiert werden will.
Die folgenden Übungen sind leicht ausführbar und erweiterbar. Sie lassen sich auch auf einer Party als Gesellschaftsspiel spielen: