"Sprachpanscher"

Sprachschützer kritisieren "Sprachpanscher" und "Denglisch"

MÜNSTER - Hausmeister heißen "Facility Manager", Totengräber "Funeral Master": Die Sprachschützer vom Verein Deutsche Sprache (VDS) haben die zunehmende Verwendung englischer Wörter und Redewendungen im Deutschen kritisiert. Das so genannte Denglisch sei nichts weiter als Imponiergehabe, sagte der VDS- Vorsitzende Walter Krämer am Wochenende bei der Bundesdelegiertenversammlung in Münster.

Aussichtsreichste Kandidatin für den Preis "Sprachpanscher des Jahres 2004" ist Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn. "Wer mit einer Aktion namens Brain-up für deutsche Spitzenuniversitäten wirbt, hat diese Nominierung bestens verdient", sagte Krämer. Die Delegierten nominierten außerdem den Geschäftsführer des Fußballbundesligaclubs Herta BSC, Dieter Hoeneß. Hoeneß sehe wie auch DFB-Präsident und "Sprachpanscher 2003", Gerhard MayerVorfelder, das Heil des deutschen Fußballs im Anbiedern an die englische Sprache und lasse seine Kicker in "Warm-up"-Anzügen antreten.
dpa

Kein größerer Schaden kann einer Nation zugefügt werden, als wenn man ihr den Nationalcharakter, die Eigenheit ihres Geistes und ihrer Sprache nimmt. (Immanuel Kant)


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