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Referat - Referatsthemen

Wie hält man ein Referat

Gibt es einen Unterschied zwischen einem Vortrag, einem Referat, einer Rede und einer Präsentation?...
Nein, nicht wirklich. Im Prinzip stehen alle Begriffe für das Gleiche: Da steht jemand vor Publikum, und sollte tunlichst nicht langweilen. WIE er das Ganze nennt, ist eigentlich gleich. Unter diesem Link finden Sie Informationen, wie man ein Referat erstellt - Beim Referat halten müssen Sie das Selbe beachten, wie bei einer Rede halten

Da gibt es aber Gelehrsame, die vertreten eine andere Meinung. Lesen Sie selbst

 

Warum ein Referat angeblich was anderes sein soll, als eine Rede / Präsentation

Zitat aus dem Lexikon (dtv): "...das unterscheidet die Rede vom Referat, das nur darstellen, berichten, belehren will."

Ein Referat soll unterrichtsmäßig belehren, wissenschaftliche und sachliche Informationen über das zu referierende Objekt weitergeben. Wissenschaftliche Erkenntnisse sind keine persönlichen (oder politischen bzw. gesellschaftlichen) Meinungen, sondern nachweisbare Gesetzmäßigkeiten. Ein Referat soll also Wissen vermitteln, keine Meinungen zum Besten geben oder gar zu einer Tat aufrufen. Eine PowerPoint Präsentation, ein Reisebericht, eine Reiseerzählung ist ein Vortrag, keine Rede. Ein Referat soll belehren.

Im Gegensatz dazu darf eine Rede nicht belehren. Ein Redner ist kein Lehrer. Belehrung in einer Rede stößt ab, überzeugt nicht, läßt den Redner eher als "Besserwisser" erscheinen. Eine Rede ist kein wissenschaftlicher Vortrag, kein Bericht, keine Reiseschilderung. Wissenschaft taucht in der Rhetorik auf, nicht in der Rede selbst. Rhetorik ist wissenschaftlich zu ergründen, sie ist ja "zugleich die Lehre von den Wegen (also die Theorie der Rhetorik und deren Methodik), die Rede zur Vollkommenheit beim Reden zu führen". Die Rede selbst also ist kein wissenschaftlicher Vortrag, sie soll kein Wissen vermitteln, sondern sie soll überzeugen, zu einer anderen Meinung, Gesinnung, zu einer Erkenntnis bringen, sie soll im besten Fall auch zu einer Tat auffordern.

 

 

 

Arbeitshilfe: Referate

In dieser Arbeitshilfe wurden einige Informationen zur Vorbereitung und Durchführung von Referaten zusammengestellt, die Ihnen als Hilfestellung dienen können. An angegebener Stelle finden Sie einen Selbstbefragungsbogen mit Bewertungskriterien für Referate; diese sollen nicht in ein Schema zwingen, sie sind weder allgemeingültig noch verpflichtend, sondern sollen Ihnen bei Bedarf eine erste Orientierung anbieten. Hinweise haben wir zu folgenden Punkten zusammengefasst:

 

 

Ziele eines Referats

 

Zu Beginn sei erläutert, weshalb Studierendenreferate als eine sinnvolle Lernmethode angesehen werden können. Diese Methode zielt u.a. auf die Fähigkeit zur Vermittlung bestimmter Wissensinhalte, die Einübung von Präsentationstechniken, die Einübung wissenschaftlicher Arbeitsmethoden (Zusammenfassen, Text-auslegen, Analysieren, Evaluieren und Argumentieren).

Inhaltliche Bearbeitung eines Referats

 

Materialsammlung und Recherche

 

Der Seminarplan enthält meist Hinweise auf Grundlagenliteratur; darüber hinaus müssen Sie für Ihr spezielles Referatsthema eigenständig Literatur oder anderes Material (ggf. Textbeispiele, Tonband- oder Videoaufzeichnungen …) recherchieren.

Dabei können Sie wie folgt vorgehen:

 

Seminarliteratur zum Thema auswerten (Basis- und Schwerpunkttexte)

Im Seminarplan finden Sie zu jedem Referatsthema Literaturhinweise. In diesen Texten werden Sie wiederum eine Reihe weiterer Literaturverweise finden. So können Sie sich nach dem sog. ‚Schneeballsystem’ relativ schnell einen Überblick über die relevante Literatur verschaffen. Bedenken Sie dabei allerdings, dass nicht alle in den Literaturverzeichnissen angegebenen Bücher und Aufsätze auch für Ihr Thema relevant sein müssen.

 

Ressourcen der Universitätsbibliothek erschließen

Hier haben Sie die Möglichkeit, neben dem Online-Katalog, in dem alle in der Uni-versitätsbibliothek vorrätigen Bücher und Zeitschriften verzeichnet sind, auch die CD-Rom-Stationen und den Zugang zu verschiedenen Online-Datenbanken für Ihre Recherche zu nutzen.

Bei Fragen bezüglich der Recherche in den Katalogen und Verzeichnissen der Bibliothek wenden Sie sich an das Personal. Des Weiteren finden zu Beginn des Semesters Bibliotheksführungen statt, die sehr hilfreich sind.

 

Datenbanken im Internet nutzen

Neben den nur aus dem Universitätsserver zugänglichen Online-Verzeichnissen gibt es im Internet eine Reihe von Online-Katalogen und anderen Datenbanken, die für Ihre Literaturrecherche nützlich sein könnten. Hierzu haben wir eine gesonderte Linkliste erstellt, die Sie auf der Homepage einsehen können.

 

Bei der Internetrecherche sollten Sie beachten, dass Websites falsche, fehlerhafte oder tendenziöse Informationen enthalten können! Nehmen Sie deshalb eine Qualitätsprüfung ihrer ausgewählten Informationen vor. (Wikipedia ist keine zuverlässige Informations-quelle!) Weitere Informationen hierzu können Sie dem Abschnitt Grundsätzliches zum Zitieren aus dem Internet in der Datei Arbeitshilfe: Schriftliche Arbeiten entnehmen.

 

Die inhaltliche Bearbeitung der recherchierten Literatur

 

Sichten Sie die Literatur mit Blick auf Ihr spezielles Referatsthema. Hilfreich ist es, zunächst das Inhaltsverzeichnis und die Kapitelüberschriften genauer anzusehen. Um die Bedeutung des Inhalts für Ihr Thema bewerten zu können, bieten Einleitungen und Zusammenfassungen eines Bandes erste Anhaltspunkte.

Halten Sie wichtige Informationen schriftlich fest und schreiben Sie Exzerpte zu zentralen Texten, damit Sie später Material und Ihre Gedanken leichter ordnen können.

 

Wichtig: Notieren Sie sich sorgfältig Quellen oder Literaturangaben auf Kopien und in Ihren Exzerpten, damit Sie diese auch später noch zuordnen und zitieren können.

 

Das Material ordnen

 

Das Material für den Vortrag, das Sie zunächst sammeln, wird vermutlich umfangreich sein. Sie müssen deshalb aus dem reichen Fundus an Informationen diejenigen Aspekte auswählen, die in Bezug auf das Referatsthema wichtig und für Sie selbst von Interesse sind. Befragen Sie Ihr Material nach folgenden Anhaltspunkten:

Was ist wesentlich für das Referatsthema?

Welche zentralen Punkte, Argumente, Befunde möchten Sie vermitteln?

Was ist Ihr Interesse? Welche „Botschaft“ haben Sie, die Sie Ihren Kommilitonen in Bezug auf das Thema vermitteln möchten?

 

Wenn Sie bei der Vorbereitung Ihres Referats oder Ihrer Präsentation auf Fachbegriffe oder auf methodische Verfahren stoßen, die Sie bisher nicht kannten und die Sie nun gerade nachschlagen, dann ist es relativ unwahrscheinlich, dass alle TeilnehmerInnen des Seminars mit diesen Begriffen vertraut sind. Es ist deshalb wenig hilfreich, wenn Sie diese Begriffe in Ihrem Vortrag wie selbstverständlich benutzen. Sie sollten also zumindest kürzere Erklärungen, Beschreibungen, Einordnungen geben. (Denken Sie bitte auch daran, dass Eigennamen, die in Ihrem Text erwähnt werden, in Ihrem Thesenpapier oder aber an der Tafel vermerkt werden).

 

Das Manuskript eines Referats

 

Ungeübte sollten möglichst zunächst das ganze Manuskript ihres Referates ausformu-lieren und mit Hervorhebungen versehen. Dies dient dazu, Argumentationsgänge zu ord-nen und inhaltliche Zusammenhänge zu verdeutlichen. Es verschafft Klarheit darüber, wel-che Literatur und welche Materialien wichtig sind und bietet eine Grundlage dafür, den Auf-bau des Referates zu ordnen. Hier können Sie beispielsweise auch überprüfen, ob Sie die verwendeten Begriffe erklären können. Bereiten Sie sich darauf vor, Fachbegriffe zu erläu-tern, wenn Sie sie das erste Mal erwähnen.

 

Das Manuskript sollte nicht als Vorlage eines abgelesenen Referatsvortrags dienen. Viel-mehr sollten hiervon ausgehend im nächsten Schritt Stichworte, Schlüsselbegriffe und Thesen als Gedächtnisstütze formuliert werden. Wenn Sie tatsächlich Sätze für einen Sprechtext ausformulieren, halten Sie diese kurz und anschaulich!

 

Sinnvoll ist z.B. die Verwendung von DIN A 5 Karteikarten: Sie können Ihre Argumentation in Stichworten auf einer Seite und einen Fließtext, in dem Sie die Stichworte hervorheben, auf der anderen Seite notieren. So erstellen Sie einerseits eine Gedächtnisstütze, die Ihnen hilft, frei zu sprechen und verfügen andererseits über einen Text, in dem sie sich anhand der markierten Stichworte im Fall der Fälle rasch zurechtfinden.

 

Stichwort 1

Text Stichwort 1 Text Text Text Text

 

Text Text Text Text Text Text Text Text

Stichwort 2

Text Text Text Stichwort 2 Text Text

Sichtwort 3

Text Stichwort 3 Text Text Text Text

 

Text Text Text Text Text Text Text Text

 

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Stichwort 4

Text Text Stichwort 4 Text Text Text

Stichwort 5

Stichwort 5Text Text

 

 

 

Der Leitfaden / Die Gliederung

 

Fügen Sie Ihrer „Gedächtnisstütze“ die Leitfragen, die Sie zu Beginn Ihrer Präsentation vortragen hinzu und vermerken Sie auf den Karteikarten, wann Sie welche Folien oder andere Hilfsmittel einbeziehen wollen. Überlegen Sie sich vorab, ob Sie Zwischenfragen zulassen möchten, oder ob Sie Fragen lieber am Ende beantworten.

Ebenso wie eine schriftliche Arbeit braucht auch ein Referatsvortrag eine nachvollziehbare Gliederung. Denken Sie daran, dass Sie die ZuhörerInnen an die Hand nehmen müssen, um sie durch Ihre Gedankengänge zu führen. Machen Sie deshalb bereits in der Ein-leitung deutlich, wie Ihr Vortrag inhaltlich aufgebaut sein wird und welchen Bezug er zum Seminarthema hat. 

Begeben Sie sich auf die Ebene der Metakommunikation: Begründen Sie während des Vortrags Ihre Schritte und stellen Sie Zusammenhänge zwischen den einzelnen inhaltlichen Abschnitten des Vortrags her:

Fassen Sie am Ende gedanklicher Abschnitte zusammen!

Erläutern Sie die Funktion des Erklärten für die vorangehende und weitere Argu-mentation!

Schaffen Sie Gliederungs- und Orientierungshilfen!

 

Am Schluss sollten Sie die wichtigsten Punkte zusammenfassen. Bereiten Sie zudem Fragen vor, die Sie zur Diskussion stellen möchten. Am Ende des Referats können Sie Ihre eigene Meinung zum Referierten begründet äußern. Beziehen Sie Ihre Kritik aber nur auf Punkte, die Sie auch tatsächlich vorab erläutert haben. Eine wichtige Funktion des Schlussteils fasst das folgende Zitat zusammen:

 

Der Schlussteil soll all das (und nicht mehr) enthalten, von dem Sie sich wünschen, dass die Zuhörerinnen es auch in drei Wochen noch wissen!“

 

(Bromme, Rainer/ Rambow, Riklef (1993): Verbesserung der mündlichen Präsentation von Referaten. Ein Ausbildungsziel und zugleich ein Beitrag zur Verbesserung der Lehre. In: Das Hochschulwesen 41, 1993, Nr. 6, S. 289-295)

 

Das Thesenpapier / Handout

 

Ein Thesenpapier kann helfen, einen Beitrag nachvollziehbar und überschaubar zu gestal-ten. ZuhörerInnen können Ihrem Vortrag mit Hilfe eines Thesenpapiers besser folgen und sich beim Hören bereits Notizen machen. Ein Thesenpapier ist ein knapp und sorgfältig formulierter Vortragsleitfaden, der Ihren Vortrag unterstützt.

 

Zur Erarbeitung des Thesenpapiers sollten Sie

 

alle zentralen Aussagen, die zuvor entwickelt wurden und die in den Vortrag einfließen sollen, in Kurzform aufschreiben,

die so gewonnenen Thesen in eine logische Reihenfolge bringen,

die Thesen überarbeiten, indem Sie sie noch einmal möglichst präzise neu formu-lieren,

Erläuterungen oder Begriffsklärungen einbeziehen.

 

In formeller Hinsicht sollte ein Thesenpapier ergänzt werden durch folgende Angaben:

 

Titel der Veranstaltung und Semester Name der Seminarleitung

 

Name(n) der ReferentIn(nen) Thema des Referats

 

Datum

Literatur- und Quellenverweise

Kommen Sie bitte mindestens eine Woche vor Ihrem Referat in die Sprechstunde, damit wir den genauen Ablauf der Sitzung und Ihres Referats gemeinsam besprechen können. Dazu sollten Sie das Thesenpapier spätestens drei Tage vor dem Sprechstunden-termin per Email an die Seminarleitung senden.

Zudem sollte das Thesenpapier spätestens 24 Stunden vor dem Seminar auf mystudy hochgeladen werden (damit die anderen Studierenden die Chance haben, es vor dem Seminar auszudrucken).

Sie sollten das Thesenpapier im Regelfall als pdf-Datei hochladen (damit es auf allen Computern gleich aussieht); für Windows gibt es kostenlose Programme, mit denen sich pdf-Dateien erzeugen lassen, bewährt hat sich z.B. der PDFCreator ( Aus OpenOffice.org lassen sich direkt Doku-mente in pdf-Dateien exportieren.)

 

Vermittlungswege

 

Überlegen Sie, ob Sie tatsächlich ein ‚klassisches Referat’ halten wollen. Vielleicht sind für das Thema ganz andere Präsentationsformen angemessener. Überlegen Sie:

Können z.B. Phasen der Gruppenarbeit eingebaut werden, die die Seminarteil-nehmerInnen aktivieren?

 

Welches Anschauungsmaterial kann zusätzlich zur Informationsvermittlung einge-setzt werden?

Wie können Visualisierungen (z.B. eine Computerpräsentation) Ihren Vortrag sinn-voll unterstützen?

 

Gibt es andere Visualisierungsmöglichkeiten, beispielsweise Tafelbilder, Flipcharts, Rollenspiele oder Filmausschnitte?

 

Zur Gruppenpräsentation

 

Eine Gruppenpräsentation kann das Interesse des Publikums erheblich steigern, da ein sinnhaft eingesetzter Wechsel der Sprecherrollen die Aufmerksamkeit der Zuhörenden erhöhen kann; so können z.B. verschiedene Argumentationsstränge der Literatur von unterschiedlichen ReferentInnen vertreten werden.

 

Eine Gruppenpräsentation kann allerdings auch verwirrend wirken. Sie kann nur dann gut gelingen, wenn sich die Gruppe tatsächlich gemeinsam vorbereitet. Lediglich Textteile untereinander aufzuteilen, erfüllt nicht das Kriterium der gemeinsamen Vorbereitung. In einer Gruppenarbeit müssen Sie die inhaltlichen Teile der Anderen kennen und sich auf diese beziehen. Nur so können Sie einen ‚roten Faden’ aufrechterhalten, der die Einzel-präsentationen verknüpft als auch eine gemeinsame Diskussion Ihrer Referatsteile vorbe-reiten.

 

Generalprobe

 

Versuchen Sie, eine Generalprobe Ihrer Präsentation durchzuführen, am besten in Anwesenheit einer Person, der Sie vertrauen. Eigentlich können Sie nur so herausfinden, ob Sie zeitlich im Rahmen bleiben, ob der Aufbau Ihres Vortrags verständlich ist, ob hin-sichtlich einer Gruppenpräsentation die Aufgabenverteilung und Sprecherwechsel sinnvoll wirken usw.

 

Freier Vortrag?

 

Im Idealfall tragen Sie den ganzen Vortrag frei vor bzw. beherrschen souverän die Präsentationsformen; denken Sie aber daran, dass Sie im Augenblick vielleicht noch nicht den Idealfall durchführen können. Versuchen Sie herauszufinden, inwieweit Ihnen Präsentationshilfen wie Folien, Poster an der Wand usw. Orientierungspunkte geben, anhand derer Sie frei sprechen können. Zögern Sie aber auch nicht zu sagen: „Diesen Teil des Referats muss ich Euch jetzt vorlesen, da ich das selbst gerade erst richtig verstanden habe“. Wenn gegen Ende Ihres Studiums diese Teile immer weniger werden, haben Sie einen guten Lernerfolg erzielt.

 

Zeitmanagement

 

Ein Satz wie „O je, jetzt ist die Zeit schon so weit fortgeschritten und ich bin erst bei Punkt 2 meines Referats“ ist kein Zeichen guten Zeitmanagements. Überlegen Sie, was Sie in welcher Zeitspanne sagen können. Ein Referat, das die ganze Sitzung umfasst und den SeminarteilnehmerInnen keine Chance zum Reagieren gibt, ist kein gutes Referat. Über-legen Sie, ob es sinnvoll ist, zu bestimmten Zeitpunkten innezuhalten und Zwischenfragen zuzulassen, vermeiden Sie es aber, dass Sie auf Zwischenfragen Teile der Präsentation oder des Referats vorwegnehmen, die ohne den Kontext unverständlich sind.

 

Wenn Sie etwas stärker geübt sind, können Sie natürlich mehr Text produzieren, als Sie tatsächlich vortragen und flexibel auf Fragen und Interessen der ZuhörerInnen eingehen. Das sollte in der Vorbereitung bedeuten, dass Sie sich bereits mögliche Aspekte mar-kieren, die wegfallen können und dafür sorgen, dass im Fall des Wegfallens entspre-chender Vortragsteile Ihre innere Gliederung nicht verloren geht. Egal, ob Sie einen fest geübten Text oder einen Text mit flexibler Streichung haben – Sie sollten einen bestimm-ten Zeitrahmen nicht überschreiten und dies auch vorher üben.

 

Tafel oder PowerPoint?

 

Eine Folie oder Computer-Präsentation ist nicht automatisch besser als die Verwendung der Tafel. Vor allem, wenn Sie etwas entwickeln, ist es sinnvoller, dies an der Tafel zu tun als eine fertige Folie zu zeigen, damit Ihre KommilitonInnen Ihre Gedanken Schritt für Schritt nachvollziehen können.

 

PowerPoint-Computerpräsentation: Gestaltung

 

Für alle Folien gilt: Vergrößern Sie Texte so, dass sie auf Folie lesbar sind – als Schriftgrad sollte mindestens 16 pt. gewählt werden, bei großen Seminarräumen 20 pt. Setzen Sie Farbe ein, wo sie sinnvoll ist.

 

PowerPoint Folien -  Koordination von Schrift und gesprochenem Wort

 

Es hat wenig Zweck, viele Informationen auf eine Folie oder in die Präsentation zu packen; komplett aus ihren Notizen kopierte Textpassagen sind für dieses Medium denkbar unge-eignet. Überlegen Sie sich daher vor dem Erstellen Ihrer Folien, welchen Zweck diese bezüglich Ihres Vortrags erfüllen sollen. Zudem sollten Sie stets Folientexte und gespro-chenes Wort koordinieren. Überlegen Sie auch, ob auf der Folie etwas steht, was die SeminarteilnehmerInnen evtl. abschreiben möchten, dafür muss Zeit eingeplant sein. Soll-ten Sie eine Folie haben, die die SeminarteilnehmerInnen am besten komplett über-nehmen sollten, dann notieren Sie die Stichpunkte im Handout oder stellen die Folien in myStudy ein.

 

 

Technik

 

Wenn Sie mit einem Laptop arbeiten wollen, stellen Sie sicher, dass sich in dem Raum ein Beamer befindet – und denken Sie an zusätzliche Audioboxen, falls Sie z.B. einen Film-ausschnitt zeigen wollen. Überprüfen Sie rechtzeitig vor der Präsentation bzw. dem Vor-trag, ob alle Medien, die Sie einsetzen möchten, auch funktionieren.

 

Kurz vor dem Vortrag: Redeangst - Lampenfieber?

 

Dass Sie Redenagst haben, ist völlig normal, ein bisschen Lampenfieber gehört dazu. Behalten Sie außerdem im Hinterkopf, dass Sie die nicht gerade einfache Fähigkeit, Inhalte angemessen zu präsentieren, im Laufe Ihres Studiums erst lernen sollen, dass also nicht jede Präsentation perfekt sein muss. Vor allem das Grundstudium sollte bezüg-lich der Präsentation als Lernphase für spätere Referate betrachtet werden.

Versuchen Sie, möglichst nicht allzu unrealistische Anforderungen an sich selbst zu stellen, reflektieren Sie nach dem Referat, was gut und was weniger gut war und über-legen Sie sich, welche kleinen Schritte Sie beim nächsten Mal anders und damit besser machen können (siehe Datei: Selbstbefragungsbogen für Referate).

Wenn irgendwie möglich, versuchen Sie, sich nicht bis kurz vor der Präsentation vorzube-reiten, gehen Sie lieber eine Stunde spazieren oder unternehmen sonst etwas, was Ihnen gut tut. Hier ein Extra Artikel zu Nervosität bekämpfen

 

Die letzten Minuten

 

Jede Präsentation und jeder Vortrag kommen einmal zu einem Ende. Zu sagen: „Oh, die Zeit ist um“ ist nicht unbedingt das beste Schlusswort. Im Idealfall fassen Sie noch einmal das Wichtigste zusammen, stellen Ihren Vortrag noch einmal in den Kontext des gesamten Seminars und führen mit Hilfe einiger zugespitzter Thesen auch gleich in die Diskussion ein. Dass Sie dabei noch einmal etwas wiederholen, ist nicht schlimm, im Gegenteil: Es hilft den ZuhörerInnen, das Gesagte besser zu erinnern.

 

Nachbereitung: Selbstbefragungsbogen für Referate

 

Der Bogen beinhaltet einige Fragen, die die Reflektion Ihres Referats erleichtern. Sie können diesen sowohl selbst nach Ihrem Vortrag durchgehen als auch von einer Person Ihres Vertrauens während des Referats ausfüllen lassen.

 

Zum Schluss

 

Last but not least: Falls dies der guten Ratschläge zu viel war und Sie sich nun überfordert fühlen, denken Sie bitte daran: Sie haben ein ganzes Studium Zeit, die Kunst des guten Referierens zu lernen!

 

Danksagung

Herzlich danken wir insbesondere Prof. Dr. E. O'Sullivan und Prof. Dr. D. Rösler für die Erlaubnis, Elemente ihrer ausführlichen Hinweise zum Thema übernehmen zu dürfen. Dr. S. Hobuß, M. Kruse, M. Stehling und S. Paulus danken wir für Diskussionsbereitschaft und anregende Hinweise zum Thema.

 

 

Letztes Update 16. Dezember 2016