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Friedrich Naumann, Kurzbiografie

Friedrich Naumann

Politiker, geb. in Störmthal (bei Leipzig) am 25.3.1860, gest. in Travemünde am 24.8.1919, kam über die Innere Mission (Rauhes Haus, Pfarrer in Frankfurt a. M.) zur Sozialpolitik. In der christlich-sozialen Bewegung lösten sich 1895 die »Jungen« unter seiner Führung von den Konservativen (Stoecker) ab (Wochenschrift »Die Hilfe«, hg. v. N.). 1896 gründete er den Nationalsozialen Verein mit dem Ziel, Staat und Wirtschaft demokratisch und sozial umzugestalten und die Arbeiterschaft für Staat, Nation und »soziales Kaisertum« zu gewinnen. 1903 schloß er sich der Freisinnigen Vereinigung an. 1907-18 war er MdR und förderte den Zusammenschluß zur Fortschrittlichen Volkspartei (1910). Während des 1. Weltkriegs stellte er ein Programm der mitteleuropäischen Wirtschaftsgemeinschaft auf. Im November 1918 war er Mitgründer der Deutschen Demokratischen Partei (seit Juli 1919 Vorsitzender) und 1919 Mitglied der Weimarer Nationalversammlung. Durch seine ungewöhnliche Rednergabe und seine bezwingende Persönlichkeit hat er auf die Generation um die Jahrhundertwende nachhaltig mitgewirkt.


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Letztes Update: 18. März 2017