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Rede: Zum Studiengang GWK

Zum Studiengang GWK

 

Liebe Studierende,

rückblickend erstaunt es mich doch mehr und mehr, daß es immerhin fast ein ganzes Semester gedauert hat.

Ein ganzes Semester, in dem ich mich trotz vielfach anderer Erfahrung der nun offenkundigen Illusion hingab, endlich einmal in einem Betriebsablauf zu stecken, in dem gemeinsames Arbeiten und zielorientiertes Denken nicht nur Wunsch, sondern Inhalt und Zentrum des Wirkens sind.

Hier, so dachte und hoffte ich, steht die permanent von allen Seiten propagierte „Teamarbeit“ im Mittelpunkt.

 

Und dann diese Vollversammlung in der letzten Woche! 

Was dachtet ihr bei dieser Folge von Peinlichkeiten, als sich Professoren in aller Öffentlichkeit  denunzierten und an bestimmten Punkten auch die letzten Hüllen gegenseitiger Achtung fielen?

Es ist erstaunlich, es ist erschreckend und traurig, wenn sich eine Professorin öffentlich für ihre Kollegen schämt und darauf verweisen muß, daß wir uns ja eigentlich hauptberuflich mit Kommunikation beschäftigen.

Wer hat es hier nötig, sich zu profilieren und warum werden hier für mich doch eher persönliche Fehden öffentlich ausgetragen?!

Die interessanteste Frage jedoch bleibt die nach dem Verhalten der zahlenmäßig größten Gruppe in diesem Spiel.

Wo stehen wir als Studenten?

Wollen wir uns als unbestimmbare, träge Masse auf solchen Veranstaltungen emotionalisieren  und als Händchenheber gebrauchen lassen? Ist das Studium für uns tatsächlich nur eine Übergangsfrist, in der wir nach Scheinen jagen?

Auf den ersten Blick möchte natürlich auch ich die Hände in den Schoß legen, denn ich weiß, daß bestimmte Konflikte bereits seit Jahren bestehen und persönlich bedingt sind. Und einen Professor auf Lebenszeit möchte ich auch nicht gern zum Feind haben.

Was also kann getan werden?

Ein Professor verglich unseren Studiengang mit einem „Haus, in dem das Wasser im Keller steht und es außerdem zum Dach hereinregnet“. Wenn es denn so ist, ist für mich nichts naheliegender, als alle Kräfte zu bündeln und die Arbeit endlich anzupacken.

Es bleibt mir unverständlich, wie auf der einen Seite die kommissarischen Leiter ein Krisenszenario heraufbeschwören und auf der anderen Seite trotzdem nicht bereit sind, weiterhin die Leitung zu übernehmen.

Als Konsequenz aus einem solchen Handeln sollten wir schleunigst zusehen, eine Vertretung der GWK-Studentenschaft zustande zu bringen und darauf hinwirken, daß wieder ein ordentlicher Institutsrat gewählt wird.

Diese aufgeheizte Debatte muß auf die für uns wichtigen Sachthemen zurückgeführt werden! Denn es schadet vor allem uns, wenn die Besetzung von Professuren verschleppt wird und manch einer nicht die angestrebten Fächer im Hauptstudium belegen kann.

Da ich ein grundsätzliches Vertrauen in die Vernunft des Menschen habe, bleibt für mich die Hoffnung, daß bestimmte Kriegsbeile begraben werden können und endlich Teamarbeit praktiziert wird.

Es muß uns also darum gehen, nicht alles weiter so vor sich hindümpeln zu lassen wie bisher, sondern wir müssen Interesse an der Gestaltung des Studiengangs  zeigen und damit z.B. auch die Erhebungssbögen ausfüllen.

Weiterhin müssen Wahlen zum Institutsrat abgehalten werden - und wir sollten uns möglichst auch daran beteiligen. Dann muß  auf eine Klärung der Sachfragen gedrängt werden. Zum Schluß jedoch mein wichtigstes Anliegen an Euch:

Laßt Euch  nicht auf öffentlichen Versammlungen emotionalisieren und vor Karren spannen, mit denen tonnenweise Dreck herumgefahren wird.

 

Vielen Dank.

 

 

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Letztes Update: 2. Januar 2017